Das Ortlergebiet in den italienischen Ostalpen erhebt sich mit dem 3.905 m hohen Ortler zum höchsten Gipfel Südtirols und macht die Gruppe zur zweithöchsten der Ostalpen nach der Berninagruppe. Mit über 100 Gletschern, 25 Gipfeln über 3.500 m und mehr als 100 Dreitausendern bildet diese stark vergletscherte Hochgebirgsregion zwischen Vinschgau und Trentino das Zentrum für anspruchsvolle Skitouren und Hochtouren in Südtirol.
Das Spektrum reicht von mittelschweren Bergwegen mit Hüttenübernachtung bis zu schwierigen Hochtouren der Schwierigkeitsgrade WS und ZS. Skitouren führen direkt auf vergletscherte Dreitausender wie Monte Cevedale und Palon de la Mare, während im Sommer Klettersteige und alpine Routen durch die markanten Kalkwände ziehen. Die Julius Payer Hütte auf 3.029 m dient als Stützpunkt für den Ortler-Normalweg – eine der klassischen Hochtouren der Ostalpen.
Die Viozhütte auf 3.535 m ist eine der höchstgelegenen Hütten der Ostalpen und verdeutlicht den hochalpinen Charakter der Region. Das Dolomit- und Kalkgestein der Hauptgipfel ruht auf Veltliner Basiskristallin, wobei der berühmte Laaser Marmor in mehreren Brüchen abgebaut wird. Der Nationalpark Stilfser Joch schützt nahezu das gesamte italienische Ortlergebiet.