Der CO₂-Fußabdruck unserer Reisen

Für uns ist Klimaschutz kein Schlagwort, sondern Anliegen. Unser Motto lautet: „Wir tun, was WIR können" – und was wir können, ist verantwortungsvoll auf Tour gehen. Das gilt zuletzt auch für unsere CO₂-Bilanz. Jede Unternehmung hinterlässt Spuren und erfordert Kompromisse mit Blick auf unseren Carbon-Footprint. Solche Kompromisse sind für uns aber nur dann eine Option, wenn sie am Ende einer gründlichen und transparenten Analyse der Klimabilanz unserer unternehmerischen Aktivitäten allgemein und unserer Tourenangebote im Speziellen stehen. Die entsprechenden Infos findest Du in den Tourenbeschreibungen – ebenso wie passgenaue Lösungen, um zu entscheiden, was Dir als eigener Beitrag zum Klimaschutz für angemessen erscheint. Und: Auch abseits unserer Touren und Reisen haben wir als Unternehmen den Anspruch, im Rahmen unseres Handlungsspielraums, nachhaltig zu agieren. Zu Hause zu bleiben kommt für uns nicht in Frage!

Abendstimmung am Watzmann bei einer Wanderung am Königssee – sinnbildlich für nachhaltiges Reisen in den Bergen.

Auf dieser Seite

Wir handeln konsequent nach einer Formel – von der Messung bis zur Kommunikation:

Berechnen

Alle Emissionen nach dem GHG Protocol erfassen, jährlich von myclimate geprüft.

Reduzieren

An unseren Standorten und im Programm CO₂ vermeiden, wo es nur geht.

Aktivieren

Mitarbeiter und Bergführer einbinden – „Green Thinking" als Teil der Kultur.

Engagieren

Für unvermeidbare Emissionen Klimaschutzprojekte finanzieren.

Kommunizieren

Werte transparent pro Tour ausweisen – mit der Bereitschaft zur Selbstkritik.

Wie wir rechnen

Die Berechnung des CO₂-Fußabdrucks unserer Reisen erfordert zunächst eine Bestandsaufnahme aller emissionswirksamen Faktoren. Wir haben die CO₂-Emissionen für alle unsere Angebote genau kalkuliert, um erkennen und analysieren zu können, auf was verzichtet werden kann und wo weiteres Optimierungspotential besteht.

Beispielreise: Skitouren in Sibirien

Skitourenreise zum Baikalsee und mit der Transsibirischen Eisenbahn ins Altai-Gebirge, 15 Tage. Für diese Unternehmung summieren sich alle Emissionen aus Flug, Bahn, Transfers, Unterkünften und Aktivitäten auf eine Gesamtbilanz von 2.410 kg CO₂ pro Person. Es ist die einzige konkrete Beispielzahl – die vollständige Aufschlüsselung steht unten in der Methodik.

Schema der CO₂-Berechnung bei Alpine Welten – Systemgrenzen auf Unternehmens- und Produktebene nach dem GHG Protocol.
Die Methodik im Detail

Berechnung der CO₂-Emissionen

Die komplexe Berechnung der anfallenden CO₂ Werte für unser Unternehmen (Scope 1 und Scope 2) sowie für unsere Reisen (Scope 3) erfolgt auf Basis der Bilanzierungsmethode des Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol).

Dies erfordert die Verwendung eines Datenstandards, welcher jährlich aktualisiert und durch myclimate neu validiert wird.

Systemgrenzen auf Unternehmensebene

Organisatorische Grenzen der Emissionsbilanzierung

Organisatorische Grenzen legen fest, welche Einheiten (vergleichbar mit Standorten wie beispielsweise dem Geschäftsitz und der Zweigstelle oder Produkt) in einer eigenen Untergliederung berücksichtigt werden müssen.

Der Geschäftssitz des Unternehmens wird als eigene Organisationseinheit betrachtet. In der Berichterstattung können mögliche Zweigstellen aus Vereinfachungsgründen zu dieser Einheit zugerechnet werden. Darunter fallen alle Aktivitäten, die typischerweise dem Geschäftssitz zuzuordnen sind.

Operationale Grenzen der Emissionsbilanzierung

Die operationalen Grenzen definieren, welche Emissionsquellen (also Bereiche/Kategorien) innerhalb der zuvor festgelegten Organisationseinheiten (organisatorische Grenze) berücksichtigt werden.

Für die Organisationseinheit Geschäftssitz werden die operationalen Grenzen gemäß dem GHG Protocol unterteilt in Scope 1 (Direkte Emissionen) | Scope 2 (Indirekte Emissionen durch Energie) | Scope 3 (Andere indirekte Emissionen).

Systemgrenzen auf Produktebene

Organisatorische Grenzen der Emissionsbilanzierung von Produkten

Produkte werden als weitere eigene organisatorische Einheit erfasst. Der Bereich Produkte umfasst folgende Organisationseinheiten.

Landgestützte Reisen sind Touren und Reisen im Alpenraum sowie Reisen mit klassischer Anreise des Kunden per Auto, Bahn, ÖPNV. Der Begriff Landgestützte Reisen bildet eine eigene organisatorische Einheit.

Flugreisen sind Reiseziele, die in der Regel ausschließlich per Flugzeug erreichbar sind. Der Begriff Flugreisen bildet eine weitere eigene organisatorische Einheit.

Operationale Grenzen der Emissionsbilanzierung von Produkten

Für die Organisationseinheit Produkte werden die operationalen Grenzen auf Grundlage des einheitlichen Datensatzes erfasst und mindestens zusammenfassend oder aufgeschlüsselt für jedes einzelne Reiseangebot ausgewiesen.

Für die Organisationseinheit Landgestützte Reisen gilt: Ort des Treffpunkts und Ort der Verabschiedung bilden die operationale Grenze der Emissionsbilanzierung. Die Emissionen der Anreise des Kunden und des Bergführers werden dabei nicht erfasst. Die Anreise des Bergführers, sowie die während der Tour entstehenden Emissionen werden zu einem späteren Zeitpunkt gesondert in einer Gesamtrechnung pro Jahr erfasst.

Für die Organisationseinheit Flugreisen gilt: Der am häufigsten benutzte Flughafen des jeweiligen Mitglieds bildet als sogenannter Referenzflughafen die organisatorische Grenze der Emissionsbilanzierung. Die Emissionen einer Flugreise berechnen sich somit grundsätzlich ab / bis Referenzflughafen im Heimatland, unabhängig davon ob der Flug Bestandteil des Reisepreises ist oder nicht. Der ausgewiesene CO₂ Wert des Reiseangebots muss darüber hinaus zwingend die CO₂ Emissionen des Fluges ausweisen. Die Anreise des Bergführers sowie die während der Tour entstehenden Emissionen werden zu einem späteren Zeitpunkt gesondert in einer Gesamtrechnung pro Jahr erfasst.

Für unsere Reisen wurden mehr als 100 relevante Emissionsfaktoren definiert, welche durch myclimate nochmals einer Plausibilitätsprüfung unterzogen und schlussendlich verfiziert wurden. Jede unternommene Aktivität einer Reise erhält einen CO₂ Faktor zugewiesen, welche sich anschließend zu einem ausweisbaren Gesamtwert summiert. Da es keine einheitliche Datenbasis dafür gibt können die ausgewiesenen Werte aus diesem Grunde abweichen! Deshalb sind die Werte als Richtwerte zu verstehen die wir mit bestem Wissen und Gewissen errechnet haben.

Im folgenden Beispiel stellen wir dar, wie die CO₂-Emissionen für eine Unternehmung (Produkt) berechnet werden. Ausschlaggebend dafür sind die zugrunde gelegten Emissionsfaktoren. Diese unterliegen einer beständigen Anpassung und werden von uns jährlich geprüft und durch die Experten von myclimate rezertifiziert. In unserer Berechnung berücksichtigen wir sämtliche Emissionen, welche während einer Reise entstehen. Zur Vereinfachung der Darstellung erfolgt eine Unterteilung in die Bereiche Transport, Flüge, Unterkünfte und Aktivitäten. Die Emissionsfaktoren sind pro Person angegeben. Dabei nehmen wir z.B. für einem Transport im Kleinbus an, dass die Reise ausgebucht ist und der Bus mit 9 Personen (8 Gäste + 1 Bergführer) besetzt ist. Selbstverständlich könnte es auch sein, dass die Tour nicht ausgebucht ist. In diesem Fall würde der Wert ansteigen da weniger Personen im Bus sitzen.

Beispiel Produkt: Skitouren in Sibirien

Pulverschneeträume im Frühwinter – Skitourenreise zum Baikalsee und mit der Transsibirischen Eisenbahn ins Altai Gebirge:

  • Flug nach München – Irkutsk — 1.000 kg (Emissionsfaktor 1.000 kg × 1)

  • Hütte Einfach inkl. HP — 200 kg (20 kg × 10 Nächte)

  • Transsibirische Eisenbahn — 207 kg (0,09 kg/km × 2.300 km)

  • Halbpension in Eisenbahn — 14 kg (7 kg × 2)

  • Hotel/Motel *** inkl. HP — 40 kg (20 kg × 2 Nächte)

  • Stadtbesichtigung — 14 kg (7 kg × 2)

  • Transfers im Kleinbus — 18 kg (0,04 kg/km × 450 km)

  • Skidoo Transporte — 5,6 kg (0,28 kg/km × 20 km)

  • Flug Novokuznetsk – München — 881 kg (881 kg × 1)

  • Aktivitätspauschale — 30 kg (2 kg/Tag × 15 Tage)

  • Gesamtsumme der CO₂-Emissionen, die bei dieser Tour entstehen: 2.410 kg

Zur Einordnung: Das entspricht einer ø CO₂-Bilanz von 32,2 kg pro Tag (*Umweltbundesamt: ø Deutschland 11,6 t pro Jahr und Person). Den eigenen Fußabdruck kann man mit dem CO₂-Schnellcheck des Umweltbundesamts ermitteln.

Unterkunft: Unterkünfte berechnen wir inklusive Verpflegung mit Halbpension. Am Beispiel Sibirien ist die Unterkunft sehr einfach in Holzhütten, ohne Dusche und Komfort. Diese Art der Unterkunft fallen <20 kg CO₂ pro Tag und Person an. Zum Vergleich: Ein 5* Hotel wird mit großem Komfort mit 75 kg CO₂ pro Person und Tag berechnet. Weniger Komfort = Weniger CO₂!

Flug: Flüge berechnen wir mit dem CO₂ Rechner für Flüge von myclimate. Die Farbe des Flug Icons haben wir bewusst in Rot gewählt, um den Vergleich drastischer darzustellen. Es soll deutlich ersichtlich sein, dass eine Flugreise entsprechend viel CO₂ erzeugt. Um Greenwashing vorzubeugen, zeigen wir ungeschönt auch dann alle Flugemissionen an, wenn der Treffpunkt der Unternehmung erst im Zielland ist, die Anreise jedoch typischerweise mit dem Flugzeug erfolgt!

Transfer: Transfers werden in den Emissionswerten immer pro Person errechnet und in der Annahme einer vollen Gruppe. Sollte die Gruppe ausnahmsweise nicht voll sein, so entsteht eine Abweichung, da tatsächlich etwas mehr CO₂ anfällt als ausgewiesen. Da wir aber vorwiegend ausgebuchte Gruppen haben, ist dies für uns eine akzeptable Ungenauigkeit.

Aktivität: Pro Tag berechnen wir generell eine „Aktivitätspauschale" im Wert von 2 kg. Darüber hinaus werden weitere Aktivitäten, wie z.B. die Nutzung einer Materialseilbahn oder eines Skidoos für den Gepäcktransport, eine Stadtbesichtigung, ein Saunagang etc. berücksichtigt.

Wie wir es sichtbar machen

Wir schaffen transparente Vergleichsmöglichkeiten unter unseren Reiseangeboten, um eine bewusste Entscheidung zu ermöglichen. Die visuelle Darstellung des Fußabdrucks hilft dabei nicht nur unseren Kunden, sondern auch unseren Mitarbeitern und Führern. Alle relevanten Faktoren wie z.B. Unterkunft, Flug, Transport und Aktivität werden dabei berücksichtigt.

Tourübersicht mit ausgewiesenen CO₂-Werten – drei Reisen im direkten Vergleich ihres CO₂-Fußabdrucks.
Darstellung im Reisedetail – CO₂-Emissionen aufgeteilt in Unterkunft, Flug, Transport und Aktivität, der Flug rot hervorgehoben.
Schritt „Klimabeitrag" in der Buchungsstrecke – Regler zur freiwilligen Höhe des Klimabeitrags mit CO₂-Angabe in Kilogramm.
Wie die Aufteilung entsteht

CO₂-Emissionen darstellen

Auf Basis des ausgewiesenen CO₂ Impacts einer Reise sollen sich unsere Kunden bewusst für oder gegen ein Reiseangebot entscheiden können! Durch die Art der Darstellung sollen die CO₂-Emissionen zudem nicht nur eindeutig sichtbar, sondern auch gut vergleichbar werden!

Vergleichen – Erkennen

Im obigen Beispiel ist bei drei unterschiedlichen Reisen auf einen Blick zu erkennen welches Programm den geringsten, bzw. den höchsten CO₂ Impact hinterlässt. Die Teilnahme an 6 Alpenüberquerungen wäre demnach in etwa gleich zu bewerten wie eine einzige Flugreise auf die Lofoten nach Nord Norwegen. Im Reisedetail der Touren finden sich anschließend aufgesplittet in die Bereiche Unterkunft, Flug, Transport und Aktivität die detaillierten Werte dazu. Positiv für den Fußabdruck sind Touren ohne Transfers und mit einfachen Unterkünften. Negativ sind allem voran Flugreisen und Touren mit viel „Komfort".

Darstellung im Reisedetail

Im Reisedetail stellen wir die vier aufgeteilten Bereiche mit den jeweiligen entstehenden CO₂ Emissionen dar. Der Bereich Flug ist dabei bewusst in Rot dargestellt. Mit einem roten Ausrufezeichen (!) weisen wir nochmals auf die hohen Auswirkungen des Fluges im Vergleich zu den anderen CO₂ Werten hin.

Freiwilliger Klimabeitrag

Im Verlauf der Buchungstrecke muss jeder Kunde durch den eigenen Step „Klimabeitrag" zum Abschluss der Buchung. Hier stellen wir erneut zusammenfassend die Werte des CO₂ Fußabdrucks dar, und bieten unseren Kunden die Möglichkeit einen eigenen Klimabeitrag zu leisten. Über einen Regler kann der Kunde die Höhe seines Engagement auswählen. Der dargestellte CO₂ in kg dient der Visualisierung wieviel damit an anderer Stelle eingespart werden kann.

Reduktion am Standort

An unseren beiden Standorten vermeiden und reduzieren wir CO₂, wo wir können – von der praktisch papierlosen Arbeit über Homeoffice, Fahrgemeinschaften und Jobrad bis zur Energie. Was am Ende unvermeidbar bleibt, weisen wir im jährlichen Emissionsbericht aus.

Alle Maßnahmen am Standort im Einzelnen

Praktisch kein Papier

Alpine Welten – Die Bergführer setzt seit Unternehmensgründung konsequent auf Maßnahmen, die zu einer Reduzierung des Papierverbrauchs und Verminderung des CO₂ Ausstoßes beitragen. Wir verzichten daher seit Anbeginn vollständig auf klimaschädliche und aufwendig verbreitete Reisekataloge. Ein modernes Online Buchungs- und Reisebestätigungs-System sorgt seit 2012 dafür, dass unsere Gäste alle Reiseinformationen papierlos erhalten. Mit Hilfe der Digitalisierung konnten wir eine beinahe papierlose Buchhaltung (2.000 Blatt pro Jahr) erreichen. Durch diesen Technologieeinsatz leisten wir einen aktiven Beitrag zur CO₂ Reduktion, und zur Schonung der Ressource Wald. Wo auf Papier nicht verzichtet werden kann, verwenden wir zu 100 % Recyclingpapier zertifiziert mit dem Siegel Der Blaue Engel.

Wir verzichten:

  • Kein Druck von Katalogen

  • Keine Reiseinformationen für den Kunden auf Papier – Ausschließlich per APP / digital

  • Verzicht auf Printbeilagen in Magazinen oder Zeitungen

Homeoffice

Ein digitalisiertes Büro ermöglicht unseren Mitarbeitern die Arbeit von jedem Ort der Welt und natürlich auch vom Homeoffice. 30% unserer Teammitglieder arbeiten zu 100% aus dem Homeoffice. Dadurch benötigen wir weniger Platz und sparen Bürofläche. Damit optimieren unsere Mitarbeiter nicht nur die Klimabilanz unseres Unternehmens, sondern sparen auch die Kosten für die An- und Abfahrt zum Arbeitsplatz. Aber auch alle anderen Teammitglieder tragen ihren Teil zur Optimierung bei.

Fahrgemeinschaft & Jobrad

Unsere Mitarbeiter wohnen sehr standortnah und bilden z.T. Fahrgemeinschaften. Dadurch reduzieren sie ca. 30% der ansonsten anfallenden CO₂ Emissionen. Darüber hinaus bieten wir allen Mitarbeitern über Jobrad ein von der Firma unterstütztes Fahrrad / E-Bike. Besonders in den Sommermonaten bleibt das Auto so häufig zu Hause.

Energie

Beide Standorte befinden sich jeweils in einem Altbau und werden mit Biogas / Fernwärme beheizt. Zur Reduzierung des Verbrauchs haben wir die Temperaturen in den Büros auf 18 - 19 Grad abgesenkt. Bei der Auswahl der Anbieter achten wir auf einen „grünen" Energietarif. Unsere Schreibtische sind mit einem Hauptschalter versehen um unnötiges Standby am Wochenende und über Nacht zu reduzieren.

Finanzierung Klimaprojekte

Wir tun, was wir können um die CO₂-Emissionen an unseren Standorten soweit es geht zu vermeiden, oder zu reduzieren. Am Ende des Jahres berechnen wir den jährlichen unvermeidbaren CO₂ Impact unserer Standorte. Wir erfassen dazu von den gefahrenen Kilometern innerhalb der Unternehmensführung bis hin zum Kaffee alle klimarelevanten Posten und leisten einen verantwortungsvollen Beitrag, um Klimaschutzprojekte an anderer Stelle zu finanzieren. Diese Emissionen werden in einem jährlichen Emissionsbericht gesondert ausgewiesen.

Reduktion im Programm

Ganz ohne CO₂-Fußabdruck kommt man nicht auf den Berg. Aber wie groß der ausfällt, ist sehr wohl plan- und steuerbar. Da setzen wir an. Wir haben für alle unsere Angebote die CO₂-Emissionen genau und transparent kalkuliert und dabei analysiert, welche Stellschrauben es gibt, um maximal klimafreundlich in die Berge zu kommen und dort unterwegs zu sein. Diese erhobenen Daten sind auch wesentlicher Bestandteil unseres Programmkonzeptes. Wenn wir keinen Kompromiss mit einer bestehenden, oder einer neuen Tour schließen können, so verzichten wir darauf diese in unser Programm zu nehmen, oder dort zu halten. Darum sucht man z.B. in unserem Reiseprogramm vergeblich nach Heli-Ski Reisen oder Touren mit hohem Komfort in Luxushotels.

Alle Maßnahmen im Programm im Einzelnen

Optimierungsmöglichkeiten erkennen

  • Wir wählen unsere Treffpunkte möglichst gut erreichbar über den ÖPNV

  • Wir führen anfallende Transfers, z.B. bei Alpenüberquerungen zusammen mit Mitbewerbern durch, um eine möglichst hohe Auslastung von Bussen zu ermöglichen.

  • Auf Berghütten können wir nicht verzichten, aber auf Luxushotels > 4*.

  • Wir legen bei der Auswahl unserer Unterkünfte im Tal den Fokus auf nachhaltige Beherbergungsbetriebe.

  • Wir tragen unseren Rucksack selbst und verzichten auf unnötige Gepäcktransporte mit dem Auto von A nach B.

  • Wir bevorzugen auf Berghütten Mehrbettzimmer statt Doppelzimmer. (weniger Komfort=weniger CO₂)

Aktuelle Meilensteine

Viele Gäste benutzen bereits die Bahn oder nutzen unsere Plattform zur Bildung von Fahrgemeinschaften. Dennoch reisen rund 60% unserer Gäste immer noch alleine mit dem eigenen Fahrzeug an. Dabei entstehen höhere Emissionen, insbesondere im Alpenraum weit höhere Emissionen als während der gesamten Reise. Wir sind davon überzeugt, dass wir auch bei der Anreise unserer Gäste einen Beitrag zur Emissionsreduktion leisten können. Darum arbeiten wir aktuell an einer digitalen Lösung, die passgenaue Verbindungen des ÖPNV möglichst gut präsentiert und die Buchung des Tickets erleichtert.

Diese Projekte befinden sich in folgendem Stadium:

  • Erfassung aller Bahnhöfe und Erstellung digitaler Links zur Anreiseplanung mit Bahn & Bus — Status: ERLEDIGT

  • Design & Programmierung eines digitalen ÖPNV-Anreisemoduls mit CO2 Vergleich der Verkehrsmittel — Status: IN PLANUNG

  • Implementierung von Schnittstellen zur Buchung von Tickets des ÖPNV — Status: IN PLANUNG

  • Schulung & Sensibilisierung unserer Bergführer und Bergwanderführer in Nachhaltigkeitsthemen — Status: IN ARBEIT

Optimierung durch Sensibilisierung unserer Zielgruppe

Die errechneten CO₂-Emissionen werden transparent pro Tour und Reise an unsere Zielgruppe kommuniziert. Dabei untergliedern wir die anfallenden Emissionen in Unterkunft - Flug - Transport - Aktivität. Wir wollen damit die Sensibilität unserer Gäste in Bezug auf die entstehenden Emissionen unserer Reisen schärfen, auch wenn dies unter Umständen den Verzicht auf die Teilnahme an einer Reise bedeutet. In unserem Selbstverständnis beginnt und endet jede Reise zu Hause. Darum blenden wir die An- und Abreise nicht aus und geben Tipps für eine möglichst emissionsarme Anreise zum Reiseziel und bieten Lösungsansätze zu einer Finanzierung von Klimaschutzprojekten aus Verantwortung gegenüber unvermeidbaren Emissionen.

Klimaschutz kennt keine Konkurrenz

Die Optimierung der Emissionen eines Unternehmens ist mit sehr viel Arbeit verbunden. Darum sind wir Teil eines länderübergreifenden ThinkTanks, in welchem die in ihren Heimatländern führenden Bergschulen zusammenarbeiten und gemeinsam an der Optimierung von Bergreisen arbeiten.

Aktivieren & Kommunizieren

Unsere Mitarbeiter sind aktiv in die Entwicklung der Klimastrategie von Alpine Welten eingebunden. Klimaschutz endet nicht an einem bestimmten Punkt. Darum muss „Green Thinking" beständiger und gelebter Teil der Firmenkultur sein. Zusammen mit unserem Netzwerk an Gleichgesinnten (anderen Bergschulen, Experten aus der Wissenschaft, NGo´s) stellen wir uns dieser Herausforderung und suchen nach kreativen Lösungen, um die Idee eines wirklich nachhaltig betriebenen Bergsports voranzutreiben. Zur Unterstützung dieses laufenden Prozesses führen wir sowohl firmeninterne Workshops als auch Weiterbildungen im Bereich unserer freien Mitarbeiter der Berg- und Bergwanderführer/-innen durch. In unserem Selbstverständnis ist die Kommunikation nach außen vor Allem dann transparent, wenn wir die Bereitschaft zur Selbstkritik – und zur Auseinandersetzung mit der Frage: „Haben wir schon genug getan und was können wir noch tun", bewusst annehmen.

Was übrig bleibt

Zuweilen sind dennoch Kompromisse nötig. Als letzten Baustein, nach der Reduzierung unserer Emissionen und einer gründlichen Prüfung entsprechender Kompromisse, übernehmen wir gemeinsam mit vielen Gästen die Verantwortung für unvermeidbare CO₂-Emissionen. Gemeinsam leisten wir einen Beitrag zur Finanzierung von Klimaschutzprojekten mit dem Ziel der weltweiten Reduzierung des CO₂ Ausstoßes!

Mehr zum Engagement in Klimaprojekten