Zugspitze 2.962 m

Der höchste Berg Deutschlands — und auf die Zugspitze wandern heißt einen langen, ehrlichen Bergtag durchs Reintal.

Durchs Reintal zieht der Weg über die Knorrhütte und die Karstfläche des Zugspitzplatts hinauf, unter Dir der Nördliche Schneeferner, und die letzten Meter zum Gipfelkreuz sind drahtseilversichert. Der höchste Berg Deutschlands liegt im Wettersteingebirge, an der Grenze zwischen Bayern und Tirol, und lässt sich auf mehreren klassischen Wegen erreichen — vom Reintal über das Höllental bis zur Gatterl-Route von Ehrwald. Für den einen ist es der erste ganz große Gipfel, für den anderen der Ausgangspunkt einer Gratüberschreitung. Ein langer Weg, kein schwerer — die Anstrengung liegt in der Distanz und den Höhenmetern, nicht in der Kletterei.

Steckbrief

Lage — Wettersteingebirge und Mieminger Kette, über Garmisch-Partenkirchen, an der Grenze zwischen Bayern und Tirol. Der höchste Punkt der Nördlichen Kalkalpen.

Charakter — Höchster Berg Deutschlands, über mehrere klassische Wege erreichbar. Die letzten Meter zum Gipfel sind drahtseilversichert; oben treffen Bahn und Bergsteiger zusammen.

Auf- & Abstieg — Reintal-Route: rund 1.600 Hm im Aufstieg über die Knorrhütte, Gipfeltag rund 7 Stunden. Ausgangspunkt Garmisch-Partenkirchen; im Abstieg fährst Du entspannt mit der Bahn ins Tal.

Voraussetzung — Du bist trittsicher und schwindelfrei und bringst die Kondition für einen langen Bergtag mit. Die versicherten Meter am Gipfel meisterst Du damit problemlos.

Auf die Zugspitze wandern und steigen

Auf den höchsten Berg Deutschlands führen mehrere klassische Wege, und wir haben für jeden Anspruch den passenden. Die lange Bergwanderung durchs Reintal ist unser Kernangebot — der richtige Weg für alle, die einen ehrlichen Bergtag mit Trittsicherheit und guter Kondition suchen. Wer den Erstbegehern folgen möchte, geht dieselbe Route als Wander-Wochenende mit Übernachtung in der Reintalangerhütte. Die Gatterl-Route startet auf Tiroler Seite von Ehrwald und überquert am Gatterl die Grenze.

Etwas mehr verlangen die versicherten Wege: das Höllental mit dem Höllentalferner und dem Klettersteig, für Trittsichere mit Bereitschaft zum Gletscher, und der leichte Stopselzieher über die Wiener Neustädter Hütte. Für erfahrene Alpinisten steht der Jubiläumsgrat zur Alpspitze, und die Eisenzeit führt auf den Steigen der Tunnelbauer im Fels zum Gipfel. Die mehrtägige Fernwanderung von Oberstdorf endet mit der Zugspitze als krönendem Abschluss.

Wann auf die Zugspitze?

Bergwanderung / Klettersteig
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Die Reintal-Route über die Knorrhütte

Durchs Reintal führt der Weg über die Knorrhütte auf 2.051 m und die felsige Karstfläche des Zugspitzplatts auf 2.570 m, vorbei am Nördlichen Schneeferner. Der letzte Steig zum Gipfel ist steil, teilweise ausgesetzt und mit Drahtseilen versichert. Das ist die klassische, lange Bergwanderung und der meistgegangene Weg — kein technischer Anspruch, aber ein langer Tag mit rund 1.600 Höhenmetern. Früh in der Saison kann der versicherte Gipfelsteig vereist sein; dann weichen wir auf die Bahn aus.

Zur geführten Zugspitz-Wanderung

Der Höllental-Klettersteig über den Höllentalferner

Durch die Höllentalklamm geht es zur Höllentalangerhütte, über Leiter und Brett zum Höllentalferner, den wir mit Steigeisen überwinden, und über den Klettersteig zum Gipfel. Einer der schönsten und anspruchsvollsten Wege auf die Zugspitze — er verlangt Trittsicherheit und die Bereitschaft, über den Gletscher zu gehen. Steigeisen und Klettersteigset bekommst Du bei uns leihweise. Der Ferner schwindet, die Randkluft am Übergang zum Fels wird jedes Jahr heikler.

Zum Höllental-Klettersteig

Der Stopselzieher über die Wiener Neustädter Hütte

Von der Zahnradbahn steigst Du zur Wiener Neustädter Hütte auf 2.209 m auf, von dort führt der älteste Klettersteig der Zugspitze durch die Westflanke zum Gipfel. Die ersten rund 100 steilen Meter ziehen als Kamin durch den namensgebenden Stopselzieher, danach gibt es immer wieder Stahlseile, ohne dass es noch richtig steil wird. Ein leichter Klettersteig, die Ausrüstung ist leihweise inklusive.

Die Gatterl-Route von Ehrwald

Von der Ehrwalder Alm führt der Weg über die Hochfeldernalm zum Feldernjöchl und über den drahtseilgesicherten Steig am Gatterl, wo Du die Grenze zwischen Österreich und Deutschland überquerst. Danach geht es über das Zugspitzplatt zur Knorrhütte und über einen weiteren versicherten Steig zum Gipfel. Eine abwechslungsreiche Bergwanderung auf mittelschweren Wegen, von der Tiroler Seite her.

Der Jubiläumsgrat zur Alpspitze

Mit der Seilbahn geht es zunächst auf die Zugspitze, dann über den fast 8 km langen Jubiläumsgrat Turm um Turm hinüber zur Alpspitze. Der Grat ist an den schwierigsten Stellen mit Drahtseilen als Klettersteig eingerichtet und zählt zu den bekanntesten Gratrouten der Ostalpen. Eine lange, exponierte Überschreitung ohne Rückzug — nur für erfahrene Bergsteiger und bei bestem Wetter. Bei Zweifeln sagen wir ab.

Zum Jubiläumsgrat

Die Eisenzeit auf den Steigen der Tunnelbauer

Vom Eibsee führt diese Spezialtour auf den verfallenen Steigen der Tunnelbauer von 1928 in die Nordwestwand der Riffelwandspitzen. Über alte Leitern und Kletterpassagen im vierten UIAA-Grad erreichst Du die Tunnelfenster, danach warten 14 Seillängen im Fels bis zum Riffelgrat und über den Höllentalsteig zum Gipfel. Eine historische Genuss-Kletterei für Fortgeschrittene mit solider Sicherungstechnik am Fels.

Hütten und Stützpunkte am Zugspitze

Mit Bergführer auf die Zugspitze

Am Höllentalferner beurteilen wir den Übergang zum Fels tagesaktuell — die Randkluft wird mit dem Gletscherrückgang jedes Jahr heikler, und wir entscheiden vor Ort über Steigeisen und Seil. Das Reintal ist lang, das Hauptrisiko ist das Nachmittagsgewitter; deshalb starten wir sehr früh und drehen um, wenn die Zeit nicht reicht. Am Jubiläumsgrat gibt es keinen Rückzug — den gehen wir nur bei bestem Wetter und mit Erfahrenen, und bei Zweifeln sagen wir ab.

Wenn Du nach dem langen Weg durchs Reintal die letzten drahtseilversicherten Meter nimmst und das goldene Gipfelkreuz vor Dir steht, verstehst Du, warum sie die Zugspitze 'Top of Germany' nennen. Ganz Deutschland liegt unter Dir, kein Berg reicht höher. Für viele ist es der erste ganz große Gipfel — und dieser Moment bleibt. So einen Tag geht man am besten mit einem unserer Bergführer an.

— Hansi Stöckl, Bergführer

In der Nähe der Zugspitze

Was man von der Zugspitze sieht

Vom höchsten Punkt Deutschlands öffnet sich ein Panorama weit über das Werdenfelser Land und die Nördlichen Kalkalpen hinaus. Direkt unter dem Gipfel liegt der Nördliche Schneeferner am Zugspitzplatt. Nach Osten zieht der Jubiläumsgrat zur Alpspitze hinüber.

Häufige Fragen zur Zugspitze

Wie lange dauert der Aufstieg, welcher Weg ist der leichteste, und kann man den Gipfel als Einsteiger schaffen? Hier findest Du die Antworten auf die häufigsten Fragen zur Besteigung der Zugspitze.

Wie lange dauert die Wanderung auf die Zugspitze?

Über das Reintal ist die Zugspitze eine mehrtägige Tour von Hütte zu Hütte. Der Gipfeltag selbst zieht sich: rund 7 Stunden reine Gehzeit von der Knorrhütte über das Zugspitzplatt zum Gipfel. Deshalb starten wir sehr früh — das Nachmittagsgewitter ist im langen Reintal das Hauptrisiko.

Wie viele Höhenmeter hat die Zugspitz-Wanderung?

Über das Reintal sind es rund 1.600 Höhenmeter im Aufstieg bis zum Gipfel auf 2.962 m. Der Höllental-Klettersteig legt mit rund 2.200 Höhenmetern noch deutlich mehr zu. Beide Wege enden auf demselben Gipfel, verlangen Dir aber unterschiedlich viel Kondition ab.

Welche Schwierigkeit hat der Höllental-Klettersteig auf die Zugspitze?

Der Höllental-Klettersteig ist mäßig schwierig und auch für Einsteiger im Klettersteiggehen geeignet — versicherte, ausgesetzte Passagen mit Eisenstiften und kurzen Leitern. Vorher querst Du den Höllentalferner mit Steigeisen, also einen echten Gletscher. Klettersteigset und Steigeisen bekommst Du bei uns leihweise, und wir gehen mit höchstens vier Teilnehmern pro Bergführer.

Welche Route auf die Zugspitze ist die leichteste?

Technisch am leichtesten ist die Reintal-Route: eine mittelschwere Bergwanderung, nur die letzten Meter zum Gipfel sind drahtseilversichert. Sie verlangt keine Kletterei, dafür Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und wegen der 1.600 Höhenmeter gute Kondition. Der Stopselzieher ist ein leichter Klettersteig — kürzer im Aufstieg, aber eben schon Klettersteig-Gelände.

Kann man die Zugspitze als Anfänger besteigen?

Als Wander-Einsteiger mit guter Kondition ist die Reintal-Route machbar: technisch mittelschwer, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit an den versicherten Gipfelmetern vorausgesetzt. Höllental und Stopselzieher sind kein Anfängergelände — dort brauchst Du Klettersteig-Bereitschaft, im Höllental zusätzlich das Gehen mit Steigeisen am Gletscher. Sag uns ehrlich, was Du schon gemacht hast, dann finden wir den richtigen Weg für Dich.

Braucht man einen Bergführer für die Zugspitze?

Alle Wege auf die Zugspitze führen durch ernstes Gelände — versicherte Steige, im Höllental den Höllentalferner mit Steigeisen, dazu die Wegfindung über das weite Zugspitzplatt. Mit einem unserer Bergführer kümmern wir uns um Seil, Gletscherübergang und die Verhältnisse, damit Du Dich aufs Steigen konzentrierst. Wir beurteilen Wetter und Randkluft am Ferner tagesaktuell und drehen um, wenn es besser ist — kein Gipfel um jeden Preis.

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